Mit Serviettenfalttechniken eine individuelle und ansprechende Tafel gestalten

Ein großer Tag steht bevor, die Tafel ist gedeckt, das Menü längst besprochen und in Vorbereitung, doch der Gastgeber hat ein kleines Problem. Die Tisch ist zwar perfekt eingedeckt, aber die Servietten liegen langweilig auf einem Teller oder einfach gefaltet daneben. So richtig ansprechend wirkt das nicht, eher gewöhnlich. Das hat man alles schon zigfach gesehen und möchte was Neues ausprobieren, womit man seine Gäste erfreuen und beeindrucken kann. Zum Glück gibt es viele verschiedene Serviettenfalttechniken, die jeder nachgestalten kann. Die Ideen sind dabei unerschöpflich, für jeden Geschmack und für jedes Geschick gibt es zig Serviettenfalttechniken.

Die leichte Variante

Eine kinderleichte Variante zu Anfang: Die Serviette wird diagonal gefaltet, in die Falte legt man einen Stift und rafft das Papier entlang dessen. Schon ist eine standhafte Papierdekoration entstanden, die nicht viel Zeit in Anspruch nimmt, mit ihren Raffungen schön anzusehen ist und vor allem nicht herkömmlich ist. Ebenso leicht ist folgender Kniff: Reicht man eine Suppe in den entsprechenden Tassen zu Anfang, so kann die Serviette spielerisch in das Gedeck eingebunden werden. Eine dünne Papierserviette wird entweder als Quadrat oder als Rechteck in der Mitte gegriffen, locker nach obern gezogen und bei Bedarf einmal rund gezwirbelt, damit die Form beibehalten werden kann. Schon ist eine hübsche Papierrose entstanden, die in der Suppentasse drapiert werden kann. Mit solch einfachen Kniffen sind Serviettenfalttechniken für jeden Anlass denkbar, die jeden Festtisch aufpeppen. Natürlich gibt es auch Techniken, die das Falten von Servietten zu ganz speziellen Anlässen anleiten. So entstehen Herzen, Boote, Rosenköpfe, Schmetterlings oder Windräder. Auf Kindergeburtstagen kommen besonders gefaltete Männchen oder Windräder aus bunten Servietten gut an.

Eine Serviettenfalttechnik für ein Windrad sieht dabei folgendermaßen aus:

Die quadratische Servietten wird zweimal diagonal ge- und wieder entfaltet, so dass ein Kreuz in der Mitt zu sehen ist, das das Quadrat in vier Dreiecke unterteilt. Entlang der Diagonalen wird die Serviette dann mit einer Schere bis zur Mitte zwischen absolutem Mittelpunkt und Spitze eingeschnitten, so entstehen insgesamt acht Ecken. Jede zweite Ecke wird dann zum Mittelpunkt der Serviette hin gefaltet. Damit das Windrad auch hält und die Kleinen etwas zu Naschen haben, wird die Form in der Mitte mit einer Praline oder etwas ähnlichem fixiert.

Für Anfänger und Profis

Die Schwierigkeitsgrade bei den Serviettenfalttechniken reichen natürlich von Anfängern bis zu absolut Fortgeschrittenen und sind dabei auch abhängig vom jeweiligen handwerklichen Geschick des Bastelnden. Komplexe Schwäne, bei denen zuerst ein tütenartiges Gebilde gefaltet wird, bei dem dann Ecken so gezogen und gebogen werden müssen, bis ein Schwan entsteht, sind eher nichts für Anfänger. Aber egal, wie sehr man schon mit dem Falten von Servietten bewandert ist, mit den verschiedenen Falttechniken entstehen immer wieder neue Muster, die einen ganzen Tisch aufwerten und für Überraschungen bei den Gästen sorgen können. Ratlosigkeit vor einer eigentlich fertig eingedeckten Tafel gehört damit der Vergangenheit an. Ab heute wird gebastelt und im Handumdrehen – und wenn gewünscht mit Hilfe von Papierstreifen oder Ähnlichem, um die Kreationen zu fixieren – zieren einzigartige Faltgebilde jeden Tisch zu jedem Anlass, jedem Fest und zu jedem individuellen Stil.

Foto: Eric Limon – Fotolia

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