Porzellangeschirr: Zeitlos stilvoll oder Landhauskitsch?

Porzellangeschirr wird in einem langwierigen Verfahren hergestellt, dabei wird der Rohmasse Feuchtigkeit entzogen, die Glasur aufgetragen, das Material wird unter Umständen gefärbt und schließlich noch dekoriert. Dafür sind bis zu drei Brennschritte notwendig, damit das Geschirr auch dauerhaft fest bleibt und das Dekor sich beim Spülen nicht lösen kann. All diese Schritte sind notwendig, damit der Verbraucher lange Freude an seinem Porzellangeschirr hat, stilvollen speisen kann und seinen Gästen einen schönen Empfang bieten kann.

Ausführungen

Porzellangeschirr gibt es dabei in den unterschiedlichsten Ausführungen. Klassisch und schlicht kommen die einfachsten Ausführungen und Schnörkel und ausgefallene Dekors daher, die zu einer stilvollen Sonntagstafel ebenso gut gedeckt werden können wie zum alltäglichen Frühstück. In der Regel ist diese Porzellangeschirr im für es bekannten Blütenweiß gehalten und ist rund geformt, verzichtet auf Ecken und Kanten. Da es weder Dekor noch ausgefallen Farben aufweist, wurde es in der Regel zweifach gebrannt. Da das der Ursprungsform des Porzellans ist, büßt das Geschirr jedoch nichts an Exklusivität ein und passt hervorragend zu jeder Einrichtung.
Damit der Frühstückstisch etwas bunter gestaltet werden kann, sind die einfachen Designvarianten auch in vielen verschiedenen Farben erhältlich. Dies ist hilfreich, da das Leben schon am Morgen etwas bunter ist und stimmt die ganze Familie fröhlich.

Dekor

Bezüglich des Dekors, das in einem dritten Brennschritt dauerhaft auf das Porzellan aufgetragen und mit ihm verbunden wird, sind viele Ausführungen denkbar und im Handel zu kaufen. Passend zu einer traditionellen Landhauswohnung sind vor allem Blütenmuster und das bekannte Zwiebelmuster sehr beliebt. Aber auch ganze Szenen des Landlebens können auf Tellern für die Ewigkeit festgehalten werden. Im asiatischen Raum finden sich kunstvolle Malereien aus dem Leben einer Geisha auf Tassen, Tellern und Kannen wieder. So wird Porzellangeschirr nicht nur zu einem Einrichtungsgegenstand, sondern auch zu einem kleinen Kunstwerk, das immer wieder in den Alltag eingebunden oder zu speziellen Anlässen aus der Vitrine genommen werden kann.
In jüngster Zeit ist ein neuer Trend beim Porzellangeschirr populär geworden. Klassische runde Formen werden aufgebrochen und abgestreift, die Produktdesigner haben moderne gerade Linien für sich entdeckt. So kann der Tisch mit quadratischen oder rechteckigen Tellern und Platten eingedeckt werden, vorzugsweise wird hier dennoch auf das klassische Porzellanweiß zurückgegriffen. So entsteht ein puristischer, minimalistischer Look im Kontrast zu einer schnelllebigen Welt.

Modernes Porzellan

Ebenfalls modern gestaltet sich das Porzellangeschirr, wenn Tassen mit breiten, elegant geschwungenen Henkeln daher kommen. In den zahlreichen Angeboten großer Porzellanmanufakturen findet man außerdem ovales und blattförmig geschwungenes Porzellangeschirr. Das beansprucht jedoch relativ viel Raum auf dem Tisch, so dass es vor allem dann aufgetragen werden kann, wenn man in kleiner Runde gemeinsam isst.
Mit vielen unterschiedlichen Designs, die für jeden Geschmack, jede Einrichtung und jeden Anlass das passende Porzellangeschirr bereithalten, bedienen große Traditions- und junge Unternehmen den Markt. Zu diesen Manufakturen für Porzellangeschirr zählen sich Eschenbach, Rosenthal, Villeroy & Boch sowie Wedgwood. Letztgenannte haben dabei verschiedene Geschirrkollektionen in Zusammenarbeit mit der Modedesignerin Vera Wang auf den Markt gebracht, die sich großer Beliebtheit bei trend- und modebewussten Menschen erfreut. Die Designs der Kollektionen weisen dabei einen gekonnten Spagat zwischen puristischem Minimalismus, edlem Dekor und eleganten Verzierungen auf.

Foto: coppiright – Fotolia.com

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